Pflanzendüfte

Sicherlich wussten Sie schon, dass der Geruchssinn eines Menschen eine direkte Verbindung zum Gehirn besitzt. Täglich werden mehr als 12 Kubikmeter Luft eingeatmet, wobei wir Gerüchte wahrnehmen, die unser Verhalten beeinflussen. Duftmoleküle gelangen über die Nasenschleimhaut und den Geruchsnerv in das limbische System, unser emotionales Gehirn. Deshalb erinnern wir uns bei Zitronenduft z. B. an unseren Italienurlaub. Pflanzendüfte werden seit Jahrtausenden für religiöse Rituale, Körperpflege und Speisen benutzt, oft auch in Form ätherischer Öle. Auch die ältesten Kräuterbücher sind mehrere Tausend Jahre alt. Düfte können gesund und glücklich machen.

Clevere Geschäftsleute nutzen diese Erkenntnisse schon lange: In Supermärkten wird Minze versprüht, denn der belebende, frische Duft regt die Kauflust an, während beim Reklamtions- oder Informationsschalter Lavendel benutzt wird, um aufgeregte Gemüter zu besänftigen.

Zitrone, Limette, Orange und Mandarin wirken erfrischend, konzentrationssteigernd und erheiternd
Lavendelduft wirkt beruhigt, Schlaf fördernd, traumfördernd, klärend, konzentrationsfördernd, nervenstärkend
Düfte von Rosmarin, Minze und Thymian wirken stärkend, anregend, regenerierend.

Fachleute unterscheiden übrigens Blütendufter und Berührungsdufter. Blütendufter wie Rosen oder Orchideen strömen ihren Duft wahrnehmbar direkt an der Blüte aus, während bei Berührungsduftern Blätter in der Hand zerrieben werden müssen, um den Duft besser wahrzunehmen, wie z. B. wie Thymian.

Bei Schlafstörungen oder zur Beruhigung wie auch bei Nervosität oder Gereiztheit sollte deshalb man an Lavendel, Mandarine, Melisse, Basilikum oder Kamille riechen.
Gegen Müdigkeit hilft das Schnuppern von Rosmarin, Rose, Thymin und Zitronenmelisse.
Gestresst? Riechen Sie an Minze, Zitronengras, Rosmarin oder Eukalyptus.
Eukalyptus steigert Konzentration und macht einen klaren Kopf.
Gute Laune gewünscht? Probieren Sie zum Riechen Zitronengras, Rose, Vanillepflanze (Gehirn schüttet Endorphine aus).
Gegen Kopfschmerzen mal an Geranium, Kamille oder Pfefferminz riechen, denn die ätherischen Öle dringen bis ins Gehirn vor.

Diese Kräuter gehören deshalb in jeden Garten, am besten in eine Kräuterspirale sowie in Büroräume und natürlich auch in Wohnräume. Früher wurden frische oder getrocknete Duftsträußchen im Haus verteilt, heute werden häufig Duftlämpchen oder elektrische Verdampfer mit ätherischen Ölen benutzt.