Rosenpflege im Jahresverlauf

Wildtriebe entfernen

Ab Frühjahrsende muss man auf Wildtriebe achten. Sie unterschieden sich in der Anzahl und Form der Blätter und Dornen von den veredelten Sorten. Die Blätter von Wildtrieben sind in der Regel schmaler, die Stacheln nadelförmig. Diese Wildtriebe entstehen aus den Pfropfunterlagen und müssen rechtzeitig entfernt werden.  Der Wildtrieb muss an seiner ursprungsstelle ausgerissen werden. Wenn man ihn nur abschneidet, dann treiben dort immer wieder neue Trieb aus. Unter Umständen muss man dazu den Wildtrieb unterhalb der Veredelungsstelle ausgraben. Bei Hochstammrosen sprießen die Wildtriebe stattdessen aus dem Stamm.

Knospen ausbrechen

Bei den Teerosen bilden sich häufig unterhalb einer großen Mittelknospe ganze Büschel kleinerer Nebenknospen. Diese müssen von Hand ausgebrochen werden, damit die verbleibende Blüte groß genug wird. Bei Floribundarosen muss man ähnlich verfahren und die kleineren Knospen aus den Büscheln entfernen. Dabei muss man vorsichtig zu Werke gehen, damit die verbleibenden Knospen nicht verletzt werden.

Verblühte Rosen abschneiden

Wenn die Blüten der Teehybriden verwelkt sind, sollten die Stiele bis auf einen stärkeren Trieb zurückgeschnitten werden. Schneidet man dabei bis zum untersten fünfteiligen Blatt zurück, dann bildet sich nur ein neuer trieb. Endet der Schnitt weiter oberhalb, dann können sich mehrere Triebe bilden. Dies Zurückschneiden fördert eine zweite Blütezeit. Am Saisonende werden die verwelkten Blütenstängel nur noch bis zum ersten Auge direkt unterhalb der Blüte zurückgeschnitten. Bei den Floribundarosen haben die Blütenstängel selbst keine Augen. Deshalb muss man bei diesen Rosensorten das ganze Blütenbüschel bis auf das erste darunter liegende Auge entfernen. Das rechtzeitige Ausschneiden welker Blüten verhindert auch die Bildung von Hagebutten. Erst ab dem zweiten Jahr bilden die Früchte Samen aus.

Rosen bewässern und spritzen

Wie oft die Rosen gewässert werden müssen, das hängt von der Bodenbeschaffenheit und den Klimaverhältnissen ab. Sandige Böden trocknen schneller als  Lehmböden. Rosen, die auf Sandböden wachsen, müssen daher öfters gegossen werden als Rosen auf lehmhaltigen Böden. Nur frisch angepflanzte Rosen müssen täglich gewässert werden, bereits bei  einer Woche anhaltender Trockenheit würden sie sonst Schaden nehmen.
Während der Blütezeit dürfen die Pflanzen nur am Boden gewässert werden. Die Blüten selbst dürfen nicht mit Wasser benetzt werden. Außerhalb der Blütezeit kann das Wasser aber mit einem Sprenkler über die Rosensträucher versprüht werden.

Zum Frühjahrsende und dann noch einmal im Hochsommer sollten die Rosengewächse mit einem systemisch wirkenden Insektizid gespritzt werden, dass hält Blattläuse und andere Schadinsekten fern. Außerdem sollten die Abwehrkräfte der Rosen gegenüber Pilzbefall durch im Online-Shop von floristik24.de erhältliche Pflanzenstärkenmittel mobilisiert werden. Weitere Krankheiten und Mangelerscheinungen, die bei Rosen auftreten können, sind im Abschnitt ->Rosen richtig pflegen – Schäden und Krankheiten  beschreiben.

Rosen düngen und mulchen

Im ersten Jahr dürfen die Rosen noch nicht gedüngt werden. Ab dem zweiten Jahr kann man dann jeweils  ab April mit dem Düngen beginnen. Dazu wird zunächst eine etwa 5cm dicke Humusschicht auf das Beet verteilt. Ebenso gut kann aber gut verrotteten Gartenkompost verwendet werden. Torf dürfte dafür zu teuer sein. In jedem Fall hält eine solche Mulchdecke die Bodenfeuchtigkeit, hält das Unkraut fern und verbessert die Bodenqualität. Im Mai wird dann ein Rosendünger flach in den Boden eingearbeitet w und anschließend gewässert. Anfang Juli weiderholt man die Prozedur, um die Rosen auf eine zweite Blütezeit vorzubereiten. Zum Sommerende gibt man dann etwas Kalidünger auf die Fläche rund um die Rosen, dadurch härten die Triebe bis zum Winteranfang gut aus.